2010 02 12 Hanibal
2010/02/12
optionpink
Deine Geschichte vom Centipede kann ich ja so gut nachvollziehen! Allerdings musste ich erst mal googeln, ich hatte keine Ahnung, wie ein Centipede aussieht! Naja, mein Fall ist es nicht, bin weiss Gott auch kein Insektenfreund und hatte schon einige traumatische Erlebnisse. Erstaunlich eigentlich, dass mir die Geckos so gar nichts ausmachen. Absoluter Höhepunkt an traumatischem Erlebnis war während meiner Australienreise am Cape Tribulation. Hier ein Original-Auszug aus meinem Tagebuch vom 30. Mai 1992: „ Ein Aufwachen mit Schrecken! Ich öffnete meine Holzlucke, damit ich mehr Licht zum Lesen hatte und fiel beinahe in Ohnmacht. Ich konnte nur „oh Gott“ sagen und schon waren auch meine vier Mitreisenden wach. An meiner Lucke klebte eine riesige Spinne (ca. 10 cm Durchmesser) mit haarigen Beinen und einem fetten Körper, der etwa so gross wie eine Pop Swatch war. Eklig! Ich zügelte sofort meinen Schlafsack und meine Sachen, mit diesem Tier wollte ich nicht in Berührung kommen. Hier in Australien weiss man nie, ob Spinnen giftig sind. Immer wieder musste ich sie anschauen und sagte „läck, isch die hässlich!“. Meine Reisebegleiter meinten erst, ich würde mal wieder masslos übertreiben. Doch als sie sich Hanibal, wie wir das Tier fortan nannten, näher anschauten, rannten alle sofort los, um ihre Fotoapparate zu holen. So eine grosse Spinne hatten wir nun wirklich noch nicht angetroffen. Ich ging zur Reception und verlangte nach jemandem, der sich mit Spinnen auskannte. Harry kam, sah die Spinne und sagte sofort „a female grey huntsman“, sie sei nicht giftig und nicht aggressiv. Beruhigend, aber mich störte sie immer noch. Harry nahm ein Stück Papier und wollte die Spinne rausschmeissen. Doch sie schreckte auf und krabbelte quer über die Wand aufs obere Bett. Ich bekam am ganzen Körper eine Gänsehaut. Er berührte sie nochmals mit dem Papier, sie krabbelte weiter und verschwand, so gross wie sie war, in einer kleinen Ritze. Mein Retter grinste mich an und meinte, das Problem sei gelöst, die Spinne sei nun „next door“.“ Erst Tage später erfuhr ich, dass die Grey Huntsman kein Spinnennetz webt, sondern ihre Beute anspringt… Da war mein Trauma perfekt, ich stellte mir immer wieder vor, wie ich im Schlaf von einer Grey Huntsman angesprungen werde – mitten ins Gesicht!
Vielen Dank für die schönen Gecko-Fotos! Sind halt schon herzige Tiere! Dein Bericht über Hawaii hat mich grad wieder wehmütig gemacht. Ich werde sie einfach nicht los, diese Krankheit, die man Fernweh nennt! Das Reisefieber ist bei mir bald schon chronisch. Aber zum Glück sind wir ja schon wieder mitten in der Planung für die nächsten Ferien. Und dann steht ja schon bald mein Kurztrip nach Abu Dhabi an. Darauf bin ich ja sehr gespannt. Innerhalb von wenigen Monaten wird dies mein zweiter Abstecher in die arabische Welt sein. Ich werde dir dann ausführlich darüber berichten.
Aber bevor wir in die Ferne schweifen, sollten wir erstmal den Schnee in der Schweiz geniessen. So mag ich den Winter: richtig kalt und mit Schnee. Ok, die Schneemassen halten sich bei uns in Grenzen, aber immerhin ist es weiss. Grad gestern habe ich Bilder von Amerikas Ostküste gesehen. Zum Teil haben die so viel Schnee wie seit 100 Jahren nicht mehr. Und dann finden auf der gegenüber liegenden Seite des Landes bei 10 Grad (Frühling!) die Olympischen Winterspiele in Vancouver statt – verrückte Welt.
DD,
Pretty in Pink
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